Multimedia wird immer mehr zum Vermietungsargument. Doch eine Vollversorgung mit gigaschnellem Internet und hochwertigem TV- und Radio-Angebot ist nicht von heute auf morgen umsetzbar. Vorgespräche, technische Bestandsaufnahmen und Angebote brauchen ihre Zeit. Was notwendig ist und wie sich die Immobilienwirtschaft zukunftssicher aufstellen kann.
Multimedia wird immer mehr zum Vermietungsargument. Doch eine Vollversorgung mit gigaschnellem Internet und hochwertigem TV- und Radio-Angebot ist nicht von heute auf morgen umsetzbar. Vorgespräche, technische Bestandsaufnahmen und Angebote brauchen ihre Zeit. Was notwendig ist und wie sich die Immobilienwirtschaft zukunftssicher aufstellen kann.

Multimedia-Versorgung: Gute Planung ist schon der halbe Weg

Multimedia wird immer mehr zum Vermietungsargument. Doch eine Vollversorgung mit gigaschnellem Internet und hochwertigem TV- und Radio-Angebot ist nicht von heute auf morgen umsetzbar. Vorgespräche, technische Bestandsaufnahmen und Angebote brauchen ihre Zeit. Was notwendig ist und wie sich die Immobilienwirtschaft zukunftssicher aufstellen kann.

Multimedia wird immer mehr zum Vermietungsargument. Doch eine Vollversorgung mit gigaschnellem Internet und hochwertigem TV-
                                                 und Radio-Angebot ist nicht von heute auf morgen umsetzbar.

Multimedia wird immer mehr zum Vermietungsargument. Doch eine Vollversorgung mit gigaschnellem Internet und hochwertigem TV- und Radio-Angebot ist nicht von heute auf morgen umsetzbar. Vorgespräche, technische Bestandsaufnahmen und Angebote brauchen ihre Zeit. Was notwendig ist und wie sich die Immobilienwirtschaft zukunftssicher aufstellen kann.

Die Mediennutzung der Menschen in Deutschland hat sich im letzten Jahrzehnt sehr stark verändert. Zeitversetztes Fernsehen, gigaschnelles Internet und guter Service sind die Stichworte. Und idealerweise kommt alles aus einer Hand: ein Anbieter, eine Rechnung, wenig Aufwand. Genau mit diesem Bedarf der Bewohner verändern sich auch die Anforderungen an die multimediale Versorgung des Bestands. Sie stellen die Unternehmen der Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen, wie schon 2016 der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. in seiner Arbeitshilfe 77 „Wohntrend Mediennutzung – Mieterwünsche und Empfehlungen für die Wohnungswirtschaft“ festhielt. Ein typischer Zeitpunkt, um über die Neuausrichtung der Medienversorgung nachzudenken, ist für die Immobilienwirtschaft meist das Auslaufen eines oder mehrerer Verträge für die TV-Versorgung. Die Praxis zeigt, dass ein strukturiertes Vorgehen besonders hilfreich ist, um den Gesamtbedarf von Unternehmen und Bewohnern zu ermitteln und eine optimale Lösung bereitzustellen. Wir haben für Sie die wichtigsten Schritte zusammengestellt.

Bestandsaufnahme

Die Bedarfsermittlung beginnt mit der Kenntnis der eigenen Hausnetze. Hier stellen sich Fragen wie: Gibt es einen oder mehrere Versorger für den Bestand? Welche Laufzeiten und Konditionen sind bislang vereinbart? Wie erfolgt die Abrechnung der TV-Versorgung? Sind die Ausgaben in den Betriebskosten inkludiert oder gibt es eine Versorgungsvereinbarung und die Bewohner müssen für ihre TV-Versorgung Einzelnutzerverträge schließen? Welche Serviceleistungen, z.B. Entstörung, sind Vertragsbestandteil? Und: Wem gehören die Netze in den Gebäuden? Sobald alle diese Punkte bekannt sind, kann analysiert werden, welche Verträge synchronisiert werden können. Die Ziele: einheitliche Konditionen in den Beständen und eine optimale Bestandsverwaltung bezüglich der TV-Versorgung. Besonders wichtig ist der technische Zustand der Hausnetze (NE4). Gibt es im Bestand noch alte Baumnetze oder schon moderne Sternnetze? Reichen die vorhandene Verkabelung und Bandbreite auf der NE4 aus, um hochauflösendes Fernsehen und gigaschnelles Internet vom Übergabepunkt in die Wohnungen zu transportieren? Ist die eigene Netzbeschaffenheit ausreichend dokumentiert? Mit Blick auf mögliche Anbieter sollte die technische Qualität des Netzes, also die NE3, hinterfragt werden. Welche Band-breite kann er an die Bestände heranführen? Unter den Punkt Bestandsaufnahme fällt aber auch das Wissen um die Bedürfnisse der Bewohner. Die erwähnte GdW-Arbeitshilfe gibt hervorragende Hinweise, beispielsweise in puncto unterschiedliche Mediennutzung von Familienmitgliedern bzw. Mitbewohnern. Beispiele sind Arbeiten im Home Office, Gaming oder das Streamen von HD-Spielfilmen.

Analyse

Nach der internen Bestandsaufnahme sollte der Fokus auf die Angebotsseite gerichtet werden. Welche Anbieter gibt es für den gesamten Bestand? Was wird zusätzlich zur TV-Versorgung angeboten? Welche Produkte werden gebraucht? Unterschiedliche Bewohnergruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Während früher häufig die Anzahl der angebotenen TV-Sender und der Preis die zentralen Kriterien bei der Anbieterauswahl waren, sind heute eine große Bandbreite für schnelles Internet, Fernsehen und nichtlineare TV-Angebote mit brillanter Qualität entscheidend.

Ausschreibung oder Angebotsabfrage

Nach Klärung aller Fragen zu Verträgen, Netzstruktur und Bedarf wird zunächst das Angebotsprofil erstellt. Auf dieser Grundlage können Angebote verhandelt oder auch zur Ausschreibung veröffentlicht werden.

Verhandlungen und Vertragsabschluss

In Verhandlungen sollten, neben Technik, Leistungen und Preis, auch die Themen Bewohner-Kommunikation und Service angesprochen werden. Insbesondere die Kommunikation wird in den Phasen der Projektumsetzung ein wichtiger Bestandteil sein. Sie geht über die Bekanntgabe eines neuen Vertragsabschlusses weit hinaus.

Projektumsetzung

Ist die Entscheidung für einen Anbieterwechsel gefallen, wird ein Signalquellenwechsel und ggf. eine Hausnetz-Modernisierung mit Baumaßnahmen erforderlich. Bei Projekten dieser Größenordnung hat es sich sehr bewährt, Projektteams aus Mitarbeitern des Wohnungsunternehmens und des neuen Signallieferanten zu bilden. Denn eine langjährige Projekterfahrung in Signalumstellungen seitens des Anbieters bringt große Vorteile.

Notwendige Maßnahmen

Bei der technisch-baulichen Umsetzung werden die NE3 und die NE4 betrachtet. Sind für die NE3 Straßen- und Tiefbauarbeiten erforderlich, z.B. für die Verlegung von Glasfaserleitungen oder die Aufstellung von Verteilerschränken, muss der neue Netzbetreiber rechtzeitig Gespräche mit den zuständigen lokalen Ämtern für Straßenverkehr, Bau und Tiefbau führen. Bei der Umsetzung auf der NE4, also in den Wohngebäuden, sind oft nur Arbeiten an den Hausübergabepunkten im Keller erforderlich. Müssen die Hausnetze aber umfassender modernisiert werden, Steigleitungen gebohrt oder neue Kabel verlegt werden, sind die Bewohner von den Baumaßnahmen direkt betroffen. Besonders positiv bewährte sich in der Vergangenheit eine frühzeitige, gemeinsame Bewohner-Kommunikation von Wohnungsunternehmen und Signallieferant. Die Bewohner sollten über alle wesentlichen Schritte informiert sein. Das funktioniert sehr gut, etwa über Anschreiben an die einzelnen Bewohner, Aushänge in den Gebäuden und Artikel in den Mieterzeitschriften. Vodafone hilft bei solchen Projekten aktiv mit. Für persönliche Gespräche sind für die Bewohner sogar autorisierte Vertriebspartner da.

Umstellungsphase

Nach Abschluss der Bauarbeiten rückt der Signalquellenwechsel vom alten zum neuen Anbieter in den Fokus. Auch hier ist die Kommunikation mit den Bewohnern von zentraler Bedeutung. Viele Fragen sind zu klären: Erhält der Bewohner neue Hardware oder kann er seine alte weiter nutzen? Müssen bestehende Verträge gekündigt werden? Muss ein Sendersuchlauf durchgeführt werden? Wie funktioniert die Rufnummernportierung für den Telefon-Anschluss? Gibt es Hilfestellung, z.B. für ältere Bewohner? Stehen Hotlines und/oder Berater als Ansprechpartner zur Verfügung? Dies alles sollte dringend im Vorfeld mit dem neuen Anbieter geklärt sein. Gut vorbereitete Bewohner-Kommunikation verhindert einen Ansturm von Anfragen und vereinfacht einen reibungslosen Wechsel.

Prozess- und Zeitplanung

Mario Worms, Senior Key Account Manager bei Vodafone, schätzt, dass „vom ersten Schritt bis zum Ende der Umstellung oft 24 Monate vergehen“. Vor diesem Hintergrund dürfte deutlich geworden sein, dass im Falle endender Verträge für die multimediale Versorgung der Bewohner ein strukturierter Prozess erforderlich ist. Er sollte rechtzeitig vor dem Ende eines oder mehrerer Verträge geplant und angestoßen werden. „Denn eine moderne, zukunftsfähige Multimedia-Versorgung wird zunehmend zum bedeutenden Vermietungsargument“, so Mario Worms. „Deshalb sollten Entscheidungen rechtzeitig durchdacht und entsprechend vorbereitet werden.“

Mario Worms, Senior Key Account Manager bei Vodafone

Langjährige Projekterfahrung: Vodafone Senior Key Account Manager Mario Worms

August 2019

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