Selbstständig als Hausverwalter – Aufgaben und Vorteile im Überblick
Selbstständig als Hausverwalter – Aufgaben und Vorteile im Überblick

Aufgaben und Vorteile als Hausverwalter

Mieten kontrollieren, Rechnungen kontrollieren, Reparaturen beauftragen: Eine Hausverwaltung kann Aufgaben in vielen Bereichen übernehmen. Wenn Sie eine eigene Hausverwaltung gründen wollen, finden Sie hier wertvolle Infos zum Aufgabenkatalog, Verträgen und Vorteilen als selbstständiger Hausverwalter.

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Selbstständig als Hausverwalter – Aufgaben und Vorteile im Überblick

Sie wollen eine erfolgreiche Hausverwaltung gründen? Hier bekommen Sie Tipps zur Firmengründung und erfahren, welche Vorteile und Aufgaben eine Hausverwaltung für Sie bereithält.

Selbstständigkeit in der Immobilienwirtschaft – Hausverwaltung gründen

Die Immobilienwirtschaft bietet vielfältige Sparten, in denen Sie sich beruflich entwickeln können. Wer ein erfolgreiches Unternehmen leiten möchte, hat gute Chancen mit einer Hausverwaltung – die Aufgaben sind weit gefächert und die Nachfrage nach guten Experten ist groß.

Die Hausverwaltung und ihre Aufgaben

Ob Eigentumswohnungen, vermietete Wohnhäuser oder Gewerbeobjekte – die Aufgaben einer Hausverwaltung unterscheiden sich je nach Immobilie. Während die Pflichten des Hausverwalters im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) klar vorgegeben sind, können Sie den Aufgabenkatalog bei Mietobjekten vertraglich frei vereinbaren. Wer eine Hausverwaltung gründen möchte, kann sich beispielsweise auf einen dieser beiden Tätigkeitsbereiche spezialisieren:

  • kaufmännische Hausverwaltung
  • technische Hausverwaltung

Je mehr Erfahrungen Sie bereits in der kaufmännischen oder technischen Verwaltung sammeln konnten, desto sinnvoller ist es, hier den Fokus zu legen. Beachten Sie auch: Wer eine Hausverwaltung gründen möchte, benötigt für die Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter eine behördliche Erlaubnis (§ 34c Gewerbeordnung).

Welche Aufgaben hat eine Hausverwaltung im Wohnungseigentum?

Die Aufgaben der Hausverwaltung im Wohnungseigentum unterscheiden sich grundlegend von der Mietverwaltung. Wenn Sie eine Hausverwaltung gründen, sind Sie immer mit kaufmännischen und technischen Themen befasst. Zu den Tätigkeiten gehören unter anderem:

  • Maßnahmen zur ordnungsgemäßen Instandhaltung und Instandsetzung
  • Beschlüsse der Eigentümerversammlung umsetzen
  • Hausgelder und Instandhaltungsrücklagen verwalten
  • Jahresabrechnungen durchführen und Wirtschaftsplan erstellen
  • Verträge abschließen und verwalten (z.B. Energie, Versicherungen und Kabelanbieter)
  • Eigentümerversammlung einberufen und durchführen

Für die Vergütung eines Hausverwalters gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Wenn sie eine eigene Hausverwaltung gründen, können Sie Ihre Preise also frei vereinbaren. Dabei empfiehlt es sich, im Standardvertrag Ihre Hausverwaltungs-Aufgaben preislich genau festzulegen. Dies betrifft die Teilnahme an Eigentümerversammlungen und auch welchen prozentualen Anteil der Baukosten Sie für die Begleitung von Baumaßnahmen erhalten.

Hausverwaltung – Aufgaben im Mietshaus

Als Hausverwalter im Mietobjekt sind Sie zugleich Ansprechpartner für Mieter und Vermieter. Zu den kaufmännischen Aufgaben gehören:

  • Verwaltung der eingehenden Mietzahlungen
  • Bezahlen von anfallenden Kosten, Müllbeseitigung, Strom, Wasser, Versicherungen usw.
  • Prüfung des Zahlungsverkehrs auf Richtigkeit
  • Erstellen von Nebenkostenabrechnungen
  • Regelmäßige Abrechnungen gegenüber dem Eigentümer

Wenn Sie sich möglichst breit aufstellen wollen, kann Ihre Hausverwaltung auch Aufgaben wie die Neuvermietung von Wohnungen und praktische Tätigkeiten im Mietobjekt übernehmen. Zur technischen Hausverwaltung gehören unter anderem:

  • Hausmeisterservice
  • Betrieb und Überwachung gemeinschaftlicher Einrichtungen
  • Kontrolle von externen Dienstleistern (Gartenpflege, Winterdienst etc.)
  • Reparatur-, Wartungs- und Sanierungsmaßnahmen prüfen
  • Modernisierungen durchführen

Viele Vermieter wünschen sich eine Hausverwaltung, die Aufgaben übernimmt, die über die reguläre Bewirtschaftung der Immobilie hinausgehen. Als Selbstständiger haben sie dadurch die Chance, ein individuelles Firmenprofil zu entwickeln. Gründer sollten aber einen immobilienrechtlich versierten Anwalt an ihrer Seite haben, der sie beim Aufsetzen von Verträgen berät.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Verträge eine Haftungsbeschränkung für fahrlässiges und vorsätzliches Handeln enthalten. Nur dann sind Sie vor Schadenersatzansprüchen geschützt, falls sie einmal nicht so akkurat gearbeitet haben. Gerade in der Gründungsphase kann das auch sorgfältigen Hausverwalter passieren.

Eine eigene Hausverwaltung gründen – Tipps

Ohne eine Ausbildung in der Immobilienwirtschaft und mehrjährige Erfahrung ist es kaum ratsam, eine Hausverwaltung zu gründen. Schließlich übernimmt der Hausverwalter die Verantwortung für hohe Vermögenswerte. Grundsätzliche Tipps für Neugründer:

  • Definieren Sie klare Tätigkeitsfelder und machen Sie sich durch eine eigene Webseite bekannt.
  • Setzen Sie realistische Preise fest. Je nach Wettbewerbssituation werden Einsteiger sich eher an unteren Preisgrenzen orientieren.
  • Übernehmen Sie zu Beginn nicht zu viele schwierige Projekte und Aufgaben in der Hausverwaltung.
  • Investieren Sie in Digitalisierung. Eine gute Software und schnelle Kommunikationswege können Ihnen den Arbeitsalltag enorm erleichtern.
Welche Rechtsform eignet sich, um eine Hausverwaltung zu gründen?

Als Rechtsform für die Gründung einer Hausverwaltung empfiehlt sich eine GmbH oder eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG). Beide Formen der Kapitalgesellschaft schließen eine persönliche Haftung aus.

Um eine GmbH mit vollständiger Enthaftung zu gründen, ist eine Stammeinlage von 25.000 Euro erforderlich. Gerade für Neugründer ist das viel Geld – dafür verschafft Ihnen die Unternehmensform ein seriöses Image. Eine UG können Sie bereits mit einer Stammeinlage von einem Euro gründen. Damit die Hausverwaltung ihre Aufgaben erfüllen kann, ist also ein geringer Kapitaleinsatz erforderlich. Bei gewerblichen Kunden genießt die UG jedoch ein geringeres Ansehen.

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