Was ich beim Hauskauf alles beachten muss.
Was ich beim Hauskauf alles beachten muss.

Hauskauf – in fünf Schritten

Ein Hauskauf will gut überlegt sein. Denn die eigenen vier Wände sollen zur Lebensplanung passen und das Familienbudget nicht überlasten. Die wichtigsten Schritte zum Traumhaus und typische Fehler, die Sie vermeiden sollten.

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Hauskauf – in fünf Schritten von der Auswahl bis zum Vorvertrag

In fünf Schritten zum erfolgreichen Hauskauf: Erfahren Sie hier, was Sie bei der Auswahl und Finanzierung Ihrer Wunschimmobilie beachten sollten und wann es sich lohnen kann, einen Vorvertrag beim Hauskauf abzuschließen.

1. Auswahlkriterien für die Suche festlegen

Lage, Größe, Grundriss – ein Hauskauf ist nicht nur eine Investition in die Zukunft, er entscheidet auch über die Lebensqualität. Im ersten Schritt ist es deshalb sinnvoll, einige Kriterien für die Suche zu formulieren:

  • Bevorzugter Haustyp – Neubau oder Altbau, Bungalow oder Landhausstil?
  • Anzahl der benötigten Zimmer – jetzt und in Zukunft
  • Wohngegend – wo fühlen Sie sich auch in 20 Jahren noch wohl?
  • Ansprüche an Bauqualität, Ausstattung und energetische Effizienz

Am besten erstellen Sie eine Checkliste und ordnen die einzelnen Kriterien nach Ihrer persönlichen Priorität.

2. Finanzierung planen

Ob eigenes Zuhause oder Renditeobjekt – ein Hauskauf belastet das Budget für viele Jahre. Bevor Sie die Suche nach Ihrem Wunschhaus starten, sollten Sie deshalb die Finanzierung planen. Zentrale Fragen sind hier:

  • Wie viel Eigenkapital können Sie aufbringen?
  • Wie hoch dürfen die monatlichen Kosten für die Finanzierung sein?

Denken Sie dabei nicht nur an den reinen Kaufpreis, sondern rechnen Sie auch Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Makler- und Notarkosten ein, die den Hauskauf durchschnittlich um 10 Prozent erhöhen können. Auch die laufenden Kosten für Zinsen, Tilgung und den Unterhalt der Immobilie sind Bestandteil des Finanzierungsplans. Gerade bei älteren Immobilien sollten Sie hier genug Spielraum einplanen, damit notwendige Modernisierungen und Renovierungen für Sie finanziell tragbar bleiben.

3. Die Immobilie besichtigen

Wenn Sie eine Checkliste für den Hauskauf erstellt haben, können Sie bei der Besichtigung einfach abhaken, welche Ihrer Auswahlkriterien erfüllt sind. Etwas komplexer sieht es beim Hauskauf für Kapitalanleger aus: Betrachten Sie die Immobilie aus der Perspektive eines potenziellen Mieters – und überlegen Sie, ob am Wohnort tatsächlich eine ausreichend große Zielgruppe für diesen Haustyp vorhanden ist.

4. Gutachten zum Hauskauf einholen

Bei gebrauchten Immobilien gilt: Gekauft wie gesehen. Eine persönliche Besichtigung kann aber nur einen oberflächlichen Eindruck vermitteln. Bei konkretem Interesse ist es deshalb ratsam, einen Sachverständigen hinzuziehen, der auch die „inneren Werte“ des Hauses prüft. Wichtige Elemente, die in einem Gutachten vor dem Hauskauf geklärt werden sollten:

  • Zustand von Keller, Dach und Fenstern
  • Wärme- und Schalldämmung
  • Heizungsanlage
  • Wasser- und Abwasserleitungen

Gerade bei älteren Immobilien empfiehlt es sich auch, die Wände begutachten zu lassen. Bestehen Risse in der Außenhaut des Hauses? Sind die Innenwände frei von Feuchtigkeit oder gar Schimmel?

Praxis-Tipp: Sichern Sie Ihre Kaufentscheidung zusätzlich ab und lassen Sie sich alle verfügbaren Dokumente über vergangene Schäden und Reparaturen aushändigen.

5. Vorvertrag zum Hauskauf abschließen

Der letzte Schritt auf dem Weg zur eigenen Immobilie ist der Kaufvertrag. Wenn Sie bereits Ihr Traumhaus gefunden haben, kann es aber sein, dass noch nicht alle Vorbedingungen für den Hauskauf erfüllt sind. Sei es, dass Ihre Finanzierung noch nicht steht oder noch behördliche Genehmigungen erteilt werden müssen. In diesen Situationen kann es sinnvoll sein, einen Vorvertrag zum Hauskauf abzuschließen. Darin verpflichten sich Käufer und Verkäufer, den endgültigen Hausverkauf zu einem späteren Zeitpunkt abzuschließen.

  • Ein Vorvertrag zum Hauskauf muss vom Notar beurkundet werden (§ 311 BGB)
  • Im Vorvertrag müssen bereits der spätere Kaufpreis und die Zahlungsmodalitäten genannt sein.
  • Auch die Frist bis zur Unterzeichnung des endgültigen Kaufvertrages muss festgelegt sein.
  • Der Vorvertrag beim Hauskauf enthält in der Regel eine Schadensersatzklausel. Falls Sie aus unwesentlichen Gründen vom Kauf zurücktreten, müssen Sie meist ein Prozent des Kaufpreises als Schadenersatz zahlen.

Wer den Hauskauf per Vorvertrag absichern möchte, kann auch bestimmte Bedingungen aufnehmen, an die der Kaufvertrag geknüpft sein soll oder unter denen die Vertragsparteien vom Kauf zurücktreten können. Sinnvoll ist zum Beispiel ein kostenloses Rücktrittsrecht bei zwischenzeitlichen Schäden am Gebäude oder einer geplatzten Finanzierung.

Welche Fehler Sie beim Hauskauf vermeiden sollten

Beim Hauskauf geht es um viel Geld. Deshalb sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen und alles genau prüfen. Ein häufiger Fehler ist etwa, dass Interessenten ihr monatlich verfügbares Budget falsch kalkulieren oder die Kosten für ein Gutachten scheuen. Dadurch steigt das finanzielle Risiko erheblich an. Wer sich durch einen Vorvertrag beim Hauskauf Rechtssicherheit verschaffen möchte, sollte auch nicht den Fehler machen und auf eine notarielle Beurkundung verzichten. Eine Reservierung, die nicht vom Notar beurkundet wurde, hat keine rechtliche Bindung.

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