Warum als Hausverwalter selbstständig machen und wie muss ich aufgestellt sein?
Warum als Hausverwalter selbstständig machen und wie muss ich aufgestellt sein?

Selbstständigkeit als Hausverwalter: Gute Gründe und noch bessere Chancen

Immobilienfachleute können nicht nur in großen Unternehmen erfolgreich arbeiten. Angesichts einer boomenden Immobilienbranche lohnt auch der Schritt in die Selbstständigkeit! Als Hausverwalter haben Sie derzeit gute Chancen – wenn Sie richtig aufgestellt sind.

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Selbstständigkeit als Hausverwalter: Gute Gründe und noch bessere Chancen

Sie wollen als Hausverwalter in die Selbstständigkeit starten? Zuverlässige Hausverwaltungen werden händeringend gesucht. Voraussetzung: Sie können sich auch mit Themen wie Recht und Steuern, Technik und Marketing anfreunden.

Warum sich die Selbstständigkeit als Hausverwalter aktuell lohnen kann

Ob Mietobjekte oder Eigentumswohnungen – der Immobiliensektor boomt. Neben Gewerbeimmobilien entsteht aktuell besonders viel neuer Wohnraum. Und dieser will verwaltet werden. Gute Chancen also, sich in diesem Bereich selbstständig zu machen. Wir nennen die wichtigsten Voraussetzungen für den Schritt in die Selbstständigkeit als Hausverwalter und geben Tipps, um ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Finanzielle Voraussetzungen für selbstständige Hausverwalter

Wenn Sie Ihre Idee von der Selbstständigkeit als Hausverwalter in die Tat umsetzen wollen, ist fachliches Know-how hilfreich. Zum Start benötigen Sie außerdem ausreichend Liquidität. Falls Sie nicht über ausreichend eigene Mittel verfügen, sorgt ein Gründerkredit für die nötige Finanzspritze. Dazu möchte die Bank in der Regel ein überzeugendes Geschäftskonzept sehen, inklusive Liquiditäts- und Finanzplanung. Tipp: Bereiten Sie sich auf den Banktermin wie auf ein Verkaufsgespräch vor.

Rechtliche Vorgaben, um Hausverwalter zu werden

Seit dem 1. August 2018 gelten für gewerbliche Hausverwaltungen neue Regeln bei der Berufszulassung. Zwar benötigen Sie für die Selbstständigkeit als Hausverwalter weiterhin keine fachbezogene Ausbildung oder Sachkundenachweise, Sie müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  • Geordnete Vermögensverhältnisse
  • Berufshaftpflichtversicherung
  • Regelmäßige Fortbildungen (20 Stunden innerhalb von 3 Jahren)

Persönliche Anforderungen für eine erfolgreiche Selbstständigkeit

Niemand kann alles. Je mehr Kompetenzen Sie für die Selbstständigkeit als Hausverwalter mitbringen, desto weniger Leistungen müssen Sie allerdings von externen Anbietern zukaufen. Vorteilhaft sind kaufmännische Kenntnisse und technisches Verständnis. Was Ihnen bisher an Wissen fehlt, können Sie durch Qualifizierungsmaßnahmen erwerben. Damit erfüllen Sie zugleich die neue Weiterbildungspflicht für Immobilienverwalter. Persönliche Grundvoraussetzungen:

  • Gute soziale und kommunikative Fertigkeiten
  • Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen
  • Überblick über den regionalen Wohnungsmarkt
  • Gute Vernetzung zu anderen Dienstleistern aus der Branche

Tipps: So klappt's mit der Firmengründung

Wenn Sie bereits in der Immobilienwirtschaft tätig sind, wissen Sie, welche Aufgaben auf Sie zukommen. Was viele Hausverwalter beim Start in die Selbstständigkeit unterschätzen, sind die Bedeutung von Marketing und die Auswirkungen auf das Privatleben. Als selbstständiger Hausverwalter müssen Sie sich in einem dynamischen Markt behaupten und für Ihre Kunden mitunter rund um die Uhr erreichbar sein. Das erfordert außergewöhnliches Durchhaltevermögen.

1. Den lokalen Markt analysieren

Damit Ihr Geschäft auf Dauer rentabel ist, müssen Sie stets die Kosten und den lokalen Markt im Blick haben. Je besser Sie Ihre Wettbewerber in der Branche und die Erwartungen Ihrer potenziellen Kunden kennen, desto besser können Sie sich positionieren. Die Praxis zeigt, dass Hausverwaltungen mit einem klaren Profil und einem Alleinstellungsmerkmal für Immobilieneigentümer attraktiver sind.

2. Professionelle Unterstützung holen

Wer handelt, macht Fehler. Einige typische und besonders schwerwiegende Fehler in der Gründungsphase sollten Sie aber vermeiden. Viele Start-ups schätzen zum Beispiel ihre Ausgaben zu gering und setzen deshalb die Preise zu niedrig an. Das gefährdet die Rentabilität. Um Fehler in der Finanzplanung und juristische Fallstricke zu vermeiden, ist deshalb fachlicher Rat wichtig. Etwa bei der Formulierung eines Verwaltervertrags.

Achtung: Lassen Sie sich unbedingt auch zu steuerlichen Aspekten beraten. Noch immer setzen viele Gründer die Zahlungseingänge auf dem Konto mit einem Einkommen gleich. Dies kann zu hohen Steuernachzahlungen führen. Als selbstständiger Hausverwalter müssen Sie neben der Einkommensteuer noch Umsatz- und Gewerbesteuer abziehen.

3. Netzwerk mit kompetenten Partnern gründen

Eine Immobilie optimal zu bewirtschaften, geht nicht im Alleingang. Als Hausverwalter sind Sie deshalb zwingend auf Partner angewiesen. Es ist also wichtig, ein belastbares Netzwerk aus lokalen Handwerkern aufzubauen und konstant zu pflegen. Nur so können Sie etwa bei einem Wasserschaden schnell handeln. Auch gute Kontakte zu Behörden und Banken erleichtern den Geschäftsbetrieb.

4. Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen

Den Schritt in die Selbstständigkeit als Hausverwalter zu wagen, ist durchaus im Home-Office möglich. Junge Start-Ups benötigen nur wenig Ausstattung. Im Zeitalter der Digitalisierung erleichtert moderne Software die kaufmännische Verwaltung ebenso wie die Kommunikation. So können Sie flexibel und ortsunabhängig arbeiten. Arbeiten, die nicht zu Ihren Kernkompetenzen gehören, können Sie an externe Dienstleister abgeben. Mit einer eigenen Webseite machen Sie auch neue Kunden auf sich und Ihre Leistungen aufmerksam.

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