Wie lüften Sie richtig
Wie lüften Sie richtig

Richtig lüften

Schimmel in der Wohnung ist ein Ärgernis für jeden Mieter. Sie vermeiden Schimmelbildung durch korrektes Lüften. Die Art des Zimmers und wie dieses genutzt wird entscheiden, wie häufig Sie lüften sollten. Lesen Sie hier, wie es richtig geht!

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Richtig lüften: So beugen Sie als Mieter Schimmel vor und sparen effektiv Energie

Durch korrektes Lüften beugen Sie einer Schimmelbildung in der Mietwohnung vor. So vermeiden Sie Schadensansprüche durch den Vermieter – und tun Ihrer Gesundheit etwas Gutes. Hier erfahren Sie, wie Sie richtig für Frischluft sorgen!

Unterschiedliche Lüftungszeiten je Raum

Um Ihre Mietwohnung stets frisch und schimmelfrei zu halten, beachten Sie lediglich ein paar Faustregeln. Die wichtigste Regel ist dabei die Orientierung an der Art und Nutzungshäufigkeit des Raumes.

Stark genutzte Räume: Lüften Sie stark genutzte Räume am besten alle zwei Stunden. Wohnräume profitieren von einer Lüftungszeit von rund zehn Minuten. Abhängig von der Jahreszeit können die Lüftungszeiten verkürzt oder verlängert werden.

Schlafräume: Lassen Sie morgens und abends vor dem Schlafengehen Frischluft ins Schlafzimmer einziehen. Etwa 20 Minuten Lüftungszeit sorgen für einen angenehmen Schlaf und eine optimale Sauerstoffzufuhr.

Nassräume: In Nassbereichen wie der Küche und dem Bad sollten Sie durchaus etwas häufiger lüften. Beispielsweise sollten Sie unmittelbar nach dem Kochen und der Dusche ein kurzes Stoßlüften vornehmen und dieses nach rund einer halben Stunde noch einmal wiederholen. Wenn Sie regelmäßig Wäsche im Rauminneren trocknen müssen, lassen Sie die Fenster in dem betroffenen Raum komplett geöffnet. Lüften Sie den Raum generell häufiger und halten Sie die Zugangstür geschlossen. So kann sich die Feuchtigkeit nicht ausbreiten.

Kellerräume: Im Frühjahr und Sommer sollten Sie auf die regelmäßige Lüftung von Kellerräumen verzichten. Der Grund: Bei einer wärmeren Außen- als Innentemperatur sammelt sich die Luftfeuchte im Rauminneren. Im Winter lüften Sie die Kellerräume hingegen wie die übrigen Wohnräume.

Schimmelbildung durch Feuchtigkeit: Lüften hilft

Gerade in einem Mehrpersonenhaushalt ist regelmäßiges Lüften wichtig. Mehr Personen sorgen für mehr Feuchtigkeit im Raum – und diese setzt sich an den kühlsten Stellen im Haus ab. Besonders gefährdet sind kalte Wände, schlecht gedämmte Ecken oder Orte, an denen wenig Luft zirkuliert – also hinter den Schränken und Vorhängen sowie unter dem Fußbodenbelag. Setzt sich dort die Feuchtigkeit ab, bietet sie einen idealen Nährboden für Schimmel.

  • Die Lösung: Regelmäßiges Lüften. Das senkt die Luftfeuchtigkeit und sorgt für eine Luftzirkulation im Rauminneren. Die Feuchtigkeit entweicht, die Schimmelgrundlage wird aus der Mietwohnung entfernt.

Energie sparen: Fenster auf, Heizung aus

Wenn Sie energiesparend lüften möchten, sollten Sie in den betroffenen Räumen die Heizkörper ausstellen, während die Fenster geöffnet sind. Idealerweise tun Sie dies ein paar Minuten im Vorfeld, auf jeden Fall aber während der Lüftungszeit. Wenn Sie regelmäßig und richtig lüften, erzielen Sie eine Wohlfühltemperatur in der Mietwohnung und senken Ihre Energiekosten langfristig. Zusätzliches Extra: Durch die wiederkehrende Frischluftzufuhr beugen Sie auch Erkältungen vor.

Wie häufig sollten Sie lüften?

Gerade in Gebäuden mit zeitgemäßer Wärmedämmung besteht die Gefahr einer Schimmelbildung, da hier die warme, feuchte Innenluft nicht nach außen entweicht. Daher sollten Sie hier besonders häufig lüften. Als Faustregel gilt: Insgesamt zwei Stunden pro Tag. Ältere Mietwohnungen profitieren von zwei- bis viermal täglichem Durchzug, abhängig von der Nutzungsintensität des Raumes.

  • Schon gewusst? In den kalten Monaten beträgt die empfohlene Lüftungszeit rund fünf bis zehn Minuten, in den wärmeren Monaten bis zu 30 Minuten je Vorgang.

Stoß-, Quer- und Dauerlüften im Überblick

  • Stoßlüften: Das regelmäßige, kurze Lüften bei vollständig geöffnetem Fenster ist die Lüftungsmethode erster Wahl. Hier gelangen Feuchtigkeit und Bakterien rasch nach draußen, ohne die Raumtemperatur langfristig herunter zu kühlen.
  • Querlüften: Noch effektiver wird das Stoßlüften durch einen erzeugten Durchzug. Dafür öffnen Sie Fenster von Räumen, die einander gegenüberliegen. Die Luftfeuchtigkeit wird durch den Luftzug rasch nach außen gezogen.
  • Dauerlüften: Das dauerhaft gekippte Fenster ist eine beliebte, aber vollkommen falsche Methode. Die Frischluft gelangt nicht ausreichend ins Wohnungsinnere. Dafür sammelt sich über dem gekippten Fenster Feuchtigkeit. Somit wird erst recht ein Schimmel-Nährboden geschaffen.

Wichtige Tipps zum Lüften

  • Vermeiden Sie Dauerlüften und setzen Sie eher auf Stoßlüften
  • Lassen Sie mehrmals täglich Frischluft einziehen
  • Trocknen Sie die Wäsche so oft wie möglich im Freien
  • Heizen Sie unbeheizte Räume nicht durch die Raumluft anderer Zimmer mit
  • Lassen Sie Zimmer nicht unnötig auskühlen
  • Halten Sie die Türen zu Räumen mit starker Feuchtigkeitsbildung geschlossen

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