Welche Nebenkosten fallen beim Kauf einer Immobilie an?
Welche Nebenkosten fallen beim Kauf einer Immobilie an?

Nebenkosten beim Haus- und Wohnungskauf

Wer eine Immobilie erwirbt, zahlt nicht nur den Kaufpreis. Auch die Grunderwerbsteuer, Maklercourtage und Notarkosten beim Hauskauf können sich auf mehrere Zehntausend Euro summieren. Wir haben für Sie die wichtigsten Nebenkosten beim Immobilienkauf aufgelistet.

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Nebenkosten beim Haus- und Wohnungskauf

Jeder Immobilienerwerb verursacht Nebenkosten. Ob Hauskauf oder Eigentumswohnung – hier erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Von den Notarkosten beim Hauskauf bis zu laufenden Kosten für Instandhaltung und Finanzierung.

Die wichtigsten Nebenkosten beim Immobilienkauf im Überblick

Die Nebenkosten beim Hauskauf summieren sich meist auf mehr als zehn Prozent des Kaufpreises. Dazu zählen unausweichliche Zahlungen für die Grunderwerbsteuer, Grundbuchkosten und die Notarkosten für den Hauskauf. Beim Wohnungskauf erwarten Sie zudem laufende Nebenkosten, die Sie in Ihre Finanzierung einplanen sollten.

Diese Checkliste gibt Ihnen einen Überblick, welche Nebenkosten für den Hauskauf Sie kennen sollten.

Notarkosten beim Hauskauf

Für den Kauf und Verkauf von Immobilien ist in Deutschland eine notarielle Beglaubigung vorgeschrieben. Um Notarkosten beim Hauskauf kommt deshalb kein Käufer herum. Die Leistungen des Notars reichen hierbei von der Beratung und Grundbucheinsicht bis zur Beurkundung des Kaufvertrages und der Bestellung einer Grundschuld.
Die Höhe der Notarkosten beim Hauskauf richtet sich nach der Höhe des Kaufpreises und ist je nach Bundesland unterschiedlich festgelegt. In der Regel belaufen sich die Gebühren auf 1,5 Prozent der Kaufsumme. Wichtig zu wissen: Die Notarkosten für den Hauskauf sind innerhalb weniger Tage nach Abschluss des Kaufvertrages fällig.

Grunderwerbsteuer

Ob Grundstück, Wohnung oder Haus – bei jedem Verkauf kassiert der Fiskus mit. Die Grunderwerbsteuer beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des vereinbarten Kaufpreises. Am niedrigsten sind diese Nebenkosten für Hauskauf und Wohnungskauf in Bayern, wo Sie für den Erwerb einer 300.000 Euro teuren Immobilie rund 10.500 Euro zahlen müssen. In Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg und anderen Bundesländern kassiert das Finanzamt beim gleichen Kaufpreis 19.500 Euro von Ihnen.
Bevor Sie die Grunderwerbsteuer nicht gezahlt haben, erfolgt keine Eintragung in das Grundbuch. Tipp: Falls Sie einen Neubau mit einem Bauträger planen, kann es sinnvoll sein, separate Kaufverträge für das Grundstück und das Haus aufzusetzen. So zahlen Sie die Grunderwerbsteuer nur auf den Grundstückspreis.

Grundbuchkosten

Zu den unumgänglichen Nebenkosten beim Hauskauf gehören auch die Gebühren für den Grundbucheintrag. Den Eintrag Ihres Namens in das amtliche Register veranlasst in aller Regel der Notar, bei dem Sie den Kaufvertrag unterzeichnen. Achtung: Die Notarkosten beim Hauskauf umfassen lediglich die Anträge beim Grundbuchamt, die eigentlichen Grundbuchkosten sind vom Käufer selbst zu zahlen.
Die Kosten für die Eintragung in das Grundbuch betragen rund 0,5 Prozent der Kaufsumme. Wie hoch die Gebühren im Einzelfall ausfallen, können Sie direkt beim Grundbuchamt im zugehörigen Amtsgericht erfragen. Soll zusätzlich ein Darlehen grundbuchlich abgesichert werden, verursacht dies weitere Kosten.

Maklerprovision

Bei der Suche nach einer passenden Immobilie kann ein Makler wertvolle Dienste leisten. Wie teuer der Service für den Käufer wird, ist regional sehr unterschiedlich. Grundsätzlich lässt sich die Vermittlungsprovision auch individuell verhandeln. Anders als bei der Wohnungsvermietung gilt beim Kauf nicht das Bestellerprinzip. Sie sollten Maklergebühren deshalb immer in die Nebenkosten für den Hauskauf einkalkulieren. In der Regel beläuft sich die Courtage auf 4 bis 7 Prozent des Kaufpreises, die direkt nach Abschluss des Kaufvertrages fällig werden.

Finanzierungsnebenkosten

Auch wenn die Zinsen derzeit niedrig sind, verursacht ein Immobilienkredit weitere Nebenkosten für den Hauskauf. Insbesondere wenn nach Ablauf der Zinsbindung eine Anschlussfinanzierung erforderlich wird, können die Kosten steigen. Weitere Nebenkosten durch die Finanzierung sind mögliche Gebühren für das Eintragen einer Grundschuld, Bereitstellungszinsen oder eine Vorfälligkeitsentschädigung.

Instandhaltungsrücklage und Verwaltungskosten

Wenn Sie eine Eigentumswohnung erwerben, fallen nicht nur die üblichen Betriebs- und Heizkosten für Ihre Immobilie an. Selbstnutzende Eigentümer müssen weitere Nebenkosten für den Hauskauf tragen. Neben den monatlichen Verwaltungskosten in Höhe von rund 30 Euro pro Wohnung fallen Kosten für die sogenannte Instandhaltungsrücklage an. Wie viel Geld die Eigentümer für Instandhaltungen und Sanierungen zurücklegen müssen, ist nur im sozialen Wohnungsbau vorgeschrieben.

Das Wohnungseigentumsgesetz nennt hingegen keine konkreten Beträge. Eigentümergemeinschaften können daher selbst entscheiden, in welcher Höhe sie ansparen. Als grober Richtwert gilt eine Summe von rund 8 Euro pro Quadratmeter und Jahr für Immobilien bis zu einem Alter von 21 Jahren. Für ältere Häuser beträgt die Rücklage durchschnittlich 50 Prozent mehr. Ist ein Aufzug vorhanden, wird die Summe höher angesetzt.

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