Wieviele Kabelanschlussdosen braucht man?
Wieviele Kabelanschlussdosen braucht man?

Verteilung Kabelanschlussdose

Eine starke Internet-Verbindung entscheidet über die Attraktivität Ihrer Immobilie. Doch wie viele Kabelanschlussdosen gilt es in der Wohnung zu platzieren, um Bewohner glücklich zu machen und Zukunftssicherheit zu genießen? Worauf Sie bei der Planung achten müssen, lesen Sie hier.

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Verteilung von Kabelanschlussdosen

Viele Bauherren denken bei der Planung der Elektroinstallation zunächst an die Klassiker: Stromkabel, Steckdosen und Lichtschalter. Was viele Wohnungsbauprojekte hingegen oftmals vernachlässigen, ist die Hausverkabelung für die Breitbandanbindung. Das hat im Zeitalter der Digitalisierung Folgen. Sind zu wenig Netzwerkdosen in der Wohnung vorhanden, leidet die Attraktivität der Immobilie – schließlich wollen Nutzer nicht nur mit dem PC ins Internet, sondern im Rahmen von Smart-Home-Lösungen auch mit Fernsehern und Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und Kühlschränken interagieren. Um teure Nachinstallationen zu verhindern, ist es daher empfehlenswert, direkt zu Beginn eine zukunftssichere Lösung für die Hausverkabelung zu planen, am besten gemeinsam mit professionellen Elektrofachplanern. Die Investition lohnt sich. Denn sie stellt sicher, dass die Immobilie auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt.

Kabelanschlussdosen gewinnen an Bedeutung

Die kabellose Verbindung (WLAN) in der Wohnung stößt schnell an ihre Grenzen. Die Datenübertragung funktioniert meist nur über kurze Strecken und verliert durch Wände an Qualität. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist oftmals nicht hoch genug, um den Bedürfnissen moderner Bewohner gerecht zu werden. Das Internet wird immer stärker genutzt – zum Surfen, aber auch beim Telefonieren, Fernsehen, für Spielekonsolen und Smart-Home-Geräte. Eine gute Infrastruktur bedeutet Zuverlässigkeit und hohe Übertragungsgeschwindigkeiten, mit denen Bewohner langfristig zufrieden sind.

Orientierungshilfe Nr. 1: die Norm DIN EN 50173-4

Bleibt noch die entscheidende Frage: Wie viele Kabelanschlussdosen sollten in der Wohnung vorhanden sein? Professionelle Elektrofachplaner wissen Rat. Sie können einschätzen, wie sich der Breitbandbedarf entwickeln wird, und Vorschläge für eine zukunftssichere Lösung machen. Benötigen Sie als Bauherr weitere Orientierungshilfe, können Sie die Norm DIN EN 50173-4 „Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen für Wohneinheiten“ zu Rate ziehen. Die Norm sieht eine Kabelanschlussdose pro 3,75 m Raumumfang vor. In einem drei mal vier Meter großen Raum mit einem Umfang von 14 Metern wären also vier Anschlüsse angebracht – optimalerweise realisiert in Form von zwei Doppeldosen (Quelle). Im Zweifelsfall sollten Sie lieber einen Anschluss mehr installieren lassen. Der Bedarf der Bewohner wird in Zukunft eher steigen. Und Nachrüstungen sind teurer als Erstinstallationen.

Orientierungshilfe Nr. 2: die Richtlinie RAL-RG 678

Um die optimale Anzahl der Kabelanschlussdosen für Ihre Immobilie zu finden, gibt es eine weitere Orientierungshilfe: die Richtlinie RAL-RG 678 des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL). Sie beschreibt die Anzahl der Elektroanschlüsse in Küche, Bad, WC, Arbeitsraum, Wohnzimmer, Esszimmer, Flur und Abstellraum und unterscheidet Standard- und Komfortausstattungen. Ein einfaches Beispiel: Um eine Standardausstattung nach RAL-RG 678 zu erreichen, müssen in der Küche zehn Steckdosen installiert werden und für eine Komfortausstattung zwölf Steckdosen. Und wie sieht es bei Netzwerkanschlüssen aus? Standard- und Komfortausstattung liegen hier in vielen Fällen eng beieinander. So sollten in der Küche in beiden Ausstattungsvarianten ein Anschluss für Informations- und Kommunikationsanlagen (IuK) und ein Anschluss für Rundfunk- und Kommunikationsanlagen (RuK) vorhanden sein. In Wohnzimmern über 20 Quadratmetern verlangen beide Varianten zwei IuK-Anschlüsse und drei RuK-Anschlüsse, in Esszimmern einen IuK- und einen RuK-Anschluss. In Schlaf-, Kinder-, Gäste- und Arbeitszimmern (bis 20 Quadratmetern) bedeuten ein IuK- und ein RuK-Anschluss Standardausstattung, ein IuK- und zwei RuK-Anschlüsse hingegen Komfortausstattung.
Die optimalen Positionen für die Kabelanschlussdosen bestimmen Sie am besten gemeinsam mit den Architekten. Sie können einschätzen, wie sich Räume aufteilen und nutzen lassen, wo Bewohner am wahrscheinlichsten welche Geräte platzieren.

Tipps im Überblick
  • Entwickeln Sie gemeinsam mit Architekten und Elektrofachplanern frühzeitig eine zukunftsfähige Lösung für die Hausverkabelung.
  • Nutzen Sie die Norm DIN EN 50173-4 und die Richtlinie RAL-RG 678 als Orientierungshilfe.
  • Installieren Sie im Zweifel lieber zu viele Kabelanschlussdosen (Nachrüsten ist teuer).
  • Bestimmen Sie gemeinsam mit den Architekten die optimale Position der Anschlüsse.

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Wenn man eine Immobilie neu baut oder grundlegend saniert, macht man sich über die ideale Multimediaversorgung Gedanken. Hierbei stellt sich die Frage, wie viele Dosen man zum Beispiel für den Kabelanschluss braucht und wie man die Kabeldosen in der ganzen Wohnung verteilt.