Welche Förderungen stehen Ihnen bei der Gebäudesanierung zu?
Welche Förderungen stehen Ihnen bei der Gebäudesanierung zu?

Steuerförderung bei der Gebäudesanierung

Seit Januar 2020 erhalten Hauseigentümer einen Steuerbonus für die energetische Sanierung. Erfahren Sie hier, wie die Steuerförderung für Gebäudesanierung funktioniert und was Sie nach der Haussanierung bei der Steuererklärung beachten müssen.

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Steuerförderung bei der Gebäudesanierung – rechtliche Voraussetzungen und richtige Durchführung

Sie sind Hauseigentümer und nutzen Ihre Immobilie selbst? Dann können Sie von der verbesserten Steuerförderung für Gebäudesanierungen profitieren. Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten rund um die energetische Haussanierung und Steuererklärung zusammengestellt.

Steuerförderung für die Gebäudesanierung – das sollten Hauseigentümer wissen

Vermieter haben grundsätzlich einen großen steuerlichen Gestaltungsspielraum. Seit Januar 2020 können aber auch Hauseigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, von einer befristeten Steuerförderung für Gebäudesanierungen profitieren. Insgesamt haben Hauseigentümer nun zehn Jahre Zeit, um energetische Baumaßnahmen zu planen und für ihre Immobilie passend umzusetzen.

Spätestens können Sie die Kosten für die Haussanierung in der Steuererklärung für das Jahr 2029 geltend machen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Steuerförderung von Gebäudesanierungen sind im § 35c Einkommensteuergesetz (EstG) festgelegt. Im Folgenden erfahren Sie, welche Maßnahmen zur Haussanierung in der Steuererklärung berücksichtigt werden und wie die Finanzämter den individuellen Steuerbonus berechnen.

Welche Sanierungskosten können Eigentümer von der Steuer absetzen?

Die Steuerförderung zur Gebäudesanierung ist grundsätzlich auf energetische Sanierungen beschränkt. Sie erhalten die Steuererleichterung für folgende Maßnahmen:

  • Wärmedämmung von Wänden, Geschossdecken und Dachflächen
  • Erneuerung von Fenstern und Außentüren
  • Erneuerung oder energetische Optimierung der Heizungsanlage
  • Einbau oder Erneuerung von Lüftungsanlagen
  • Einbau von digitalen Steuersystemen zur Optimierung von energetischem Betrieb und Verbrauch

Welche Voraussetzungen bestehen für die Steuerförderung zur Gebäudesanierung?

Für den Abschied von alten Fenstern und der ineffizienten Ölheizung gibt es unterschiedliche Fördermöglichkeiten. Neben KfW- und BAFA-Förderungen sind dies vor allem steuerliche Mittel wie Steuerbegünstigen für Baudenkmale und Immobilien in Sanierungsgebieten (§ 10f EstG) oder Steuerermäßigungen für Handwerkerleistungen (§ 35a EStG). Um eine Steuerförderung zur Gebäudesanierung nach § 35c EstG zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Hauseigentümer nutzt seine Immobilie selbst.
  • Das Gebäude oder die Wohnung ist älter als zehn Jahre.
  • Die Maßnahmen dürfen frühestens am 31.12.2019 begonnen haben und müssen spätestens bis zum 31.12.2029 beendet sein.

Wie genau funktioniert der Steuerbonus für energetische Sanierungen?

Wer keine öffentliche Förderung in Anspruch nehmen möchte, kann die Haussanierung per Steuererklärung refinanzieren. Wichtig ist der Zeitpunkt: Die Aufwendungen sind erst absetzbar, nachdem die Sanierungsmaßahmen abgeschlossen wurden. Daher ist es sinnvoll, die Arbeiten so zu planen, dass Sie innerhalb eines Kalenderjahres beendet sind.

So funktioniert die Berechnung:
Ab dem Jahr 2020 kommen sanierungswillige Hauseigentümer in den Genuss einer Steuererleichterung von bis zu 40.000 Euro je Objekt. Insgesamt lassen sich 20 Prozent der Aufwendungen von der Steuerschuld abziehen, verteilt auf drei Kalenderjahre. Im Jahr des Abschlusses der Maßnahmen und im Folgejahr können Sie je sieben Prozent der Kosten abziehen (maximal je 14.000 Euro), im dritten Jahr ermäßigt sich Ihre Einkommensteuer um weitere sechs Prozent der Aufwendungen oder höchstens 12.000 Euro.

So prüfen die Finanzämter:
Anders als bei Zuschüssen oder Krediten der KfW-Bank ist für die Steuerförderung zur Gebäudesanierung keine begleitende Energieberatung vorgeschrieben. Es gibt auch keine Qualitätskontrolle vor Ort. Es reicht eine ordentliche Rechnung und die Bescheinigung für eine korrekte Umsetzung von einem Fachunternehmen. Um ein bundesweit einheitliches Verfahren zu gewährleisten steht hierzu ein amtlich vorgeschriebenes Muster zur Verfügung.

Ob die durchgeführten Maßnahmen zum Steuerabzug berechtigen, entscheidet allein die Steuerbehörde. Sofern Sie sich dennoch für eine fachliche Begleitung durch einen Energieberater entscheiden, können Sie aber 50 Prozent dieser Kosten direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen.

Für den Abzug von Handwerker- und Materialkosten sowie erforderlicher Umfeldmaßnahmen ist es wichtig, dass die beauftragten Fachunternehmen tatsächlich dem jeweiligen Gewerk zugehören. Für die Dämmung des Dachbodens dürfen Sie zum Beispiel nur einen Dachdeckerbetrieb beauftragen, die Installation einer neuen Heizung gehört in die Hände eines Heizungsfachbetriebs.

Fazit und Tipps zur Steuerförderung für Gebäudesanierungen

Damit Sie die Haussanierung in der Steuererklärung geltend machen können, gibt es sowohl Anforderungen an die Immobilie und die Handwerksunternehmen als auch an die Art der Sanierungsmaßnahmen. Achten Sie darauf, dass Sie nur Fachunternehmen beauftragen, die den Vorgaben des § 35c EstG genügen und eine entsprechende Rechnung erstellen. Diese muss sämtliche energetischen Maßnahmen und die Arbeitsleistung des Fachunternehmens exakt auflisten, auch die Adresse des begünstigten Objekts muss klar ersichtlich sein.

Ein weiteres notwendiges Dokument für die Steuerförderung der Gebäudesanierung ist die Bescheinigung, dass die Sanierungsmaßnahmen den energetischen Anforderungen genügen.

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