Was muss man bei der energetischen Sanierung und Wärmedämmung beachten
Was muss man bei der energetischen Sanierung und Wärmedämmung beachten

Versicherungen Bauprojekt

Viele Bauträger balancieren an finanziellen Belastungsgrenzen. Vandalismus, Feuer oder ein Personenschaden bedeuten für das Bauprojekt oftmals das Aus. Hier lesen Sie, wie Sie sich schützen können.

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Diese fünf Versicherungen schützen Ihr Bauprojekt

1. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung

Was kann auf einer Baustelle nicht alles passieren: Ein Teil des Gerüsts löst sich nachts im Sturm und knallt auf den neuen BMW des Nachbarn. Ein Kind entdeckt eine ungesicherte Stelle im Bauzaun, schleicht sich auf die Baustelle und bricht sich das Bein in einer Grube. Bei solchen Unfällen haften Bauherren. Deshalb gilt noch vor dem ersten Spatenstich: Schließen Sie eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ab. Sie zahlt bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Dann schlafen Sie auch nachts im Sturm beruhigt. Vorausgesetzt, die Deckungssumme ist hoch genug. Fünf Millionen Euro pro Schadensfall sind das Minimum, zehn Millionen empfehlenswert. Achtung: Die Bauherrenhaftpflichtversicherung endet mit der Abnahme des Gebäudes.

Im Überblick
  • Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung zahlt bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
  • Empfehlenswert ist eine Deckungssumme von zehn Millionen Euro pro Schadensfall.

2. Die Bauleistungsversicherung

Je weiter die Bauarbeiten voranschreiten, desto wertvoller wird das Gebäude. Das Problem: Nachts sind Baustellen in Städten ein Abenteuerspielplatz für Diebe und Randalierer. Sie klauen Baumaterial, schlagen Fenster ein, sprayen Graffiti auf die Fassade. Schnell entstehen Schäden im fünfstelligen Bereich. Wie Sie sich als Bauträger davor schützen? Mit einer Bauleistungsversicherung. Sie zahlt bei Diebstählen oder mutwilligen Beschädigungen.

Sie haben Angst vor Überschwemmungen, Unwetterschäden oder Ausführungsfehlern? Mit einer Erweiterung springt die Bauleistungsversicherung auch in diesen Fällen ein. Die Prämienhöhe ist von den Baukosten und dem Versicherungsschutz abhängig – sie beläuft sich in einfacher Ausführung ungefähr auf ein Promille der Baukosten. Ein Spartipp: Beteiligen Sie die Bauunternehmen an den Versicherungskosten. Das dürfte im Sinne der Betriebe sein. Sie sind im Notfall ebenfalls vor Schadensersatzansprüchen geschützt.

Im Überblick
  • Eine Bauleistungsversicherung zahlt Schäden, die durch Diebe und Randalierer entstehen.
  • Die Versicherung gilt ggf. auch bei Überschwemmungen, Unwetterschäden und Ausführungsfehlern.
  • Beteiligen Sie die Bauunternehmen an den Versicherungskosten.

3. Die Feuerrohbauversicherung

Wie wahrscheinlich ist es, dass der Blitz, ein Brand oder eine Explosion ihren Rohbau beschädigt? Unwahrscheinlich. Trotzdem sollten Sie sich vor den Folgen solcher Feuerkatastrophen mit einer Feuerrohbauversicherung schützen. Die meisten Banken verlangen diesen Schutz sogar, bevor sie Darlehen auszahlen. Sie können eine separate Feuerrohbauversicherung abschließen. Oder planen Sie eine Wohngebäudeversicherung für das fertige Gebäude? Dann ist es in vielen Fällen bequemer und übersichtlicher, diese Versicherung um eine Feuerrohbauversicherung zu erweitern.

Im Überblick
  • Eine Feuerrohbauversicherung schützt vor den Folgen von Blitzen, Bränden und Explosionen.
  • Sie können ggf. Ihre Wohngebäudeversicherung um den entsprechenden Schutz erweitern.

4. Die Baufertigstellungsversicherung

Sie befinden sich mitten in der Bauphase, die Bagger rollen, die Bauarbeiter schwitzen. Und dann geht der Bauunternehmer in die Pleite. Die Baustelle steht still, das Projekt verzögert sich, Sie als Bauträger müssen einen neuen Betrieb finden. Das kostet Zeit und Geld. Zum Glück gibt es einen Schutz vor Pleitegeiern: Die Baufertigstellungsversicherung. Sie zahlt die Mehrkosten, die durch die neue Beauftragung entstehen. Empfehlenswert ist es zudem, eine Baugewährleistungsversicherung abzuschließen. Sie zahlt Schäden innerhalb der Gewährleistungsfrist, die ein insolventer Bauunternehmer nicht beheben kann. Die gute Nachricht: Sie als Bauträger müssen diese Versicherungen gar nicht abschließen. Das ist Aufgabe der Bauunternehmer. Wichtig: Fragen Sie vor der Beauftragung eines Betriebs, ob eine Baufertigstellungsversicherung und eine Baugewährleistungsversicherung vorliegen.

Im Überblick
  • Die Baufertigstellungsversicherung zahlt im Pleitefall des Bauunternehmers die Mehrkosten für eine Neubeauftragung.
  • Die Baugewährleistungsversicherung zahlt im Pleitefall Schäden innerhalb der Gewährleistungsfrist.
  • Beide Versicherungen muss der Bauunternehmer abschließen.

5. Die Bauhelfer-Unfallversicherung

Badefliesen schleppen, Wände streichen, Böden verlegen: Auf vielen Baustellen übernehmen Freunde und Bekannte diese Jobs. Doch was passiert, wenn der beste Kumpel von der Leiter fällt und sich das Bein bricht? Keine Sorge. Freiwillige Helfer sind über die Bau-Berufsgenossenschaft versichert. Dieser Schutz tritt automatisch in Kraft. Sie als Bauherr sind allerdings verpflichtet, die Bauhelfer anzumelden – bei der BG Bau, der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. Versäumen Sie die Anmeldung, drohen im Schadensfall ein Bußgeld und Beiträge. Achtung: Der Bauherr und der Ehepartner sowie Familienangehörige sind nicht über die Berufsgenossenschaft versichert. Um sie zu schützen, müssen Sie eine private Bauhelfer-Unfallversicherung abschließen.

Im Überblick
  • Freunde und Bekannte sind über die Bau-Berufsgenossenschaft versichert.
  • Bauherren müssen freiwillige Helfer bei der BG Bau anmelden.
  • Bauherr, Ehepartner und Familienangehörige brauchen ggf. eine private Bauhelfer-Unfallversicherung.

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