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Digitale Schließanlagen

Digitale Schließanlagen

Sesam, öffne dich: digitale Schließanlagen für Mehrfamilienhäuser
Wie Wohnungsunternehmen den Zugang zu ihren Immobilien intelligent managen

Einbruchschutz und Zutrittskontrolle spielen für Vermieter und Bewohner eine wichtige Rolle – und lassen sich mit der fortschreitenden Gebäudedigitalisierung immer besser und komfortabler umsetzen. Elektronische Schließanlagen bieten effiziente, sichere Lösungen.

Vermieter oder Hausverwalter investieren viel Zeit und Geld in die Schlüsselverwaltung. Schlüssel müssen nachgemacht und ausgegeben werden, wenn sie verloren gehen. Unter Umständen steht sogar der Austausch einer ganzen Schließanlage an. Und auch für Bewohner ist der Zutritt zum Gebäude und zur Wohnung immer wieder ein Thema. Anstatt auf Handwerker oder Paketboten zu warten, um ihnen die Tür zu öffnen, möchten sie lieber ihrer Arbeit nachgehen oder ihre Freizeit nutzen. Eine sichere Lösung, die allen Anforderungen gerecht wird, sind digitale Schließsysteme.

Schlüsselmanagement

So viele Schlüssel – so wenig Kontrolle

Klassische mechanische Schließanlagen bestehen aus Schließzylindern und den dazugehörigen Schlüsseln. Es gibt Zentralschloss-, Hauptschlüssel-, Zentral-Hauptschlüssel- und General-Hauptschlüsselanlagen. Für alle vier Arten von Schließanlagen gilt: Sind viele Schlüssel im Umlauf, steigen die Kosten und der Zeitaufwand für die Schlüsselverwaltung. Dabei gilt: Je höher die Rangordnung eines Schlüssels, desto teurer der Ersatz.

Digitale Zutrittskontrolle: Funktionsweise der digitalen Schließanlage

Digitale Schließsystemlösungen bieten demgegenüber deutliche Vorteile. Die Zutrittsrechte können zentral vom Schreibtisch aus online zugewiesen werden. Der Aufwand sinkt und die Kosten für weitere Schlüssel entfallen. Digitale Schließsysteme lassen sich flexibel erweitern und mit unterschiedlichen Zutrittsmodellen kombinieren. Mechatronische Schließanlagen fragen z. B. neben einem physischen Schlüssel ein weiteres Sicherheitsmerkmal (PIN, Fingerabdruck oder Netzhautabgleich) ab.

Bei digitalen Schließanlagen wird der mechanische Schließzylinder durch eine elektronische Türkomponente ergänzt. Teilweise gibt es zusätzlich ein elektronisches Wandlesegerät bzw. einen Türsensor für das Schließmedium. Das Schließmedium ist nicht mehr ein mechanischer Schlüssel, sondern eine Chipkarte, ein Transponder, ein elektronischer Schlüssel oder eine Smartphone-App. Durch die verschlüsselte Datenübertragung bei Annäherung wird die Zugangsberechtigung auf dem Server identifiziert und die Tür öffnet sich. Die individuellen Zutrittsberechtigungen können auch zeitlich und räumlich begrenzt werden.

Zutritt per Mausklick vergeben

Bei digitalen Schließanlagen ist der Verlust eines Schließmediums nicht mehr so folgenschwer wie bei einer mechanischen Schließanlage. Mit wenigen Klicks kann der Vermieter oder Hausverwalter das verlorene Schließmedium sperren und Schaden verhindern. Wechseln Bewohner oder Dienstleister, kann der Vermieter die Zutrittsberechtigung schnell und bequem in Echtzeit ändern und neu vergeben. Die Rechteverteilung und die Einbindung neuer Türen kann jederzeit flexibel erweitert werden.

Ein weiterer Vorteil: Da es keine herkömmlichen Schlüssel mehr gibt, können diese auch nicht illegal kopiert werden. So erhöhen digitale Schließsysteme die Sicherheit im Gebäude und sorgen auf allen Seiten für mehr Komfort. Darüber hinaus tragen sie zur Wertsteigerung der Immobilie bei.

Weniger Stress mit Schlüsseln, mehr Flexibilität für Vermieter und Bewohner

Vorbei sind damit die Zeiten chaotischer Schlüsselschränke. Keine unvollständigen Protokolllisten und zeitaufwändige Schlüsselübergaben mehr. Und auch der Ärger mit vergessenen, nicht rechtmäßig zurückgegebenen oder gestohlenen Schlüsseln gehört der Vergangenheit an.

Doch nicht nur die Immobilienunternehmen gewinnen an Flexibilität. Auch die Bewohner können selbständig Zutrittsrechte an weitere Personen verteilen. Zieht ein Bewohner aus, erlöschen alle von ihm erstellten Berechtigungen. Das Nachmachen von Schlüsseln oder Tauschen von Schlössern ist nicht mehr nötig.

Schlüsselverlierquote

Gebäudekonnektivität 4.0: digitale Schließanlagen als Teil der Gebäudeautomation

Damit das Verwalten von Zugangsberechtigungen bei der digitalen Schließanlage aus der Ferne möglich ist, sind die Türsensoren im Gebäude mit dem Internet verbunden. Daher sind eine schnelle Breitband-Verbindung und ein leistungsfähiges WLAN notwendig. Die Türsensoren werden über ein Gateway – ähnlich einem WLAN-Router – angesteuert, das als Übermittler innerhalb der Infrastruktur der elektronischen Schließanlage die Türsensoren mit den restlichen Systemkomponenten verbindet.

Noch besser ist es allerdings, wenn das Schließsystem mittels einer sogenannten API-Schnittstelle in andere Softwarelösungen integrierbar ist. So können die Funktionen des Schließsystems in ein ERP-System eingebunden werden. Ohne aufwändige Doppelverwaltung können so beispielsweise Zutrittsrechte zeitgleich mit Handwerkeraufträgen an den Beauftragten vergeben werden. Und noch effizienter und sicherer wird es, wenn man das digitale Schließsystem ganzheitlich in die digitale Gebäudesteuerung einbindet und über eine offene IoT-Plattform wie Gebäudekonnektivität 4.0 vernetzt. Dadurch können sonst getrennte Systeme wie Beleuchtung und Sicherheitstechnik mit der Schließanlage zusammengeschaltet werden. Wenn beispielsweise ein Feuer ausbricht, lösen nicht nur die vernetzten Rauchmelder den Alarm zentral aus, sondern es werden auch die Türen aus der Ferne für das Rettungspersonal geöffnet.

8 gute Gründe, warum sich ein digitales Schließsystem lohnt

Die digitale Schließanlage: lohnenswertes Investment

Wenn ein Wohnungsunternehmen sich für das Umstellen der Schließanlage für ein Mehrfamilienhaus entscheidet, schrumpft es seinen Schlüsselbund und erhöht gleichzeitig den Komfort und die Sicherheit im Gebäude. Die komplette Schlüsselhoheit liegt zu jeder Zeit beim Vermieter oder Hausverwalter. Die höheren Hardware- bzw. Anschaffungskosten werden durch das Wegfallen der Prozesskosten für die aktive Verwaltung aufgefangen. Kosten fallen dann nur noch für die Nutzung der Verwaltungssoftware, Service- und Wartungsverträge an. So lassen sich bei einem typischen Mehrfamilienhaus mindestens 1.600 Euro pro Jahr sparen.1 Und bei der Nachrüstung von älteren Immobilienbeständen greift auch die Modernisierungsumlage.

Bevor es aber an die Umsetzung von intelligenten Türen geht, sollte unbedingt eine umfassende Bedarfsanalyse erfolgen und eine Checkliste mit systematischer Auflistung der individuellen Anforderungen erstellt werden. Ganz wichtig ist auch die Erkenntnis, dass es kein Entweder-oder zwischen mechanischer und digitaler Schließanlage sein muss. Sie funktionieren auch wunderbar nebeneinander bzw. ergänzen sich gut. Ihre Bewohner können dann selbst entscheiden, ob sie den herkömmlichen Schlüssel, den Transponder oder die Smartphone-App nutzen wollen.

1 https://kiwi.ki/blog/alles-zum-schluessel/schliessanlage-kosten-bei-einem-mehrfamilienhaus/

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