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Wohnen in der Silver Society

Wohnen im Alter

Wohnen in der Silver Society: barrierefrei, generationenübergreifend und smart

Silver Society: Dieser Begriff bezeichnet nicht nur eine überalterte Gesellschaft, sondern vor allem eine Gesellschaft, in der das Altern sich vollkommen anders vollzieht als noch vor wenigen Jahrzehnten. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter und erfreuen sich viel länger einer relativ guten Gesundheit. Ihre Lebenserwartung steigt im wahrsten Sinne: Sie haben hohe Erwartungen in Sachen Lebensqualität, sie wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben, eigenständig sein und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Die Wohnsituation spielt hierbei eine ganz zentrale Rolle. Daher sollten auch Vermieter auf den Wandel der Bevölkerungsstruktur reagieren und dafür sorgen, dass ihre Immobilien für die stetig wachsende Zielgruppe „ältere Kundschaft“ attraktiv bleiben.

Die Nachfrage nach barrierefreien Wohnungen steigt deutlich an. Daher ist es in jedem Fall sinnvoll einen entsprechenden Um- bzw. Ausbau in Betracht zu ziehen. Nicht nur um derzeitige Bewohner langfristig zu binden. Vor allem mit Blick auf den künftig weiter steigenden Bedarf stellt Barrierefreiheit eine klare Wertsteigerung Ihrer Immobilie dar.

Barrierefreiheit – fast schon ein Muss

Die Mieterstruktur wird sich entsprechend der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten weiter verändern. Daher macht es Sinn, Wohnungen frühzeitig barrierefrei zu gestalten – im besten Fall vielleicht sogar in Absprache mit den Bewohnern. Wenn langjährige zahlungskräftige Bewohner überlegen auszuziehen, weil sie fürchten, in höherem Alter in ihrer Wohnung nicht mehr allein zurechtzukommen, ist es sinnvoll, auch in Mehrfamilienhäusern über entsprechende Umbauten zu sprechen:

  • ebenerdiger Zugang (z.B. durch Rampen)
  • Installation eines Treppenlifts
  • Türverbreiterungen und stolperfreie Bodenbeläge
  • Einstieghilfen für die Badewanne, bodengleiche Dusche, höhenverstellbare Waschbecken und WCs

Die Baunormen für barrierefreie Wohnungen ist durch die DIN 18040-2 geregelt, die zwischen „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ unterscheidet. Um als Vermieter die passenden baulichen Maßnahmen auszuwählen, ist es sinnvoll, sich umfassend zu informieren – zumal jedes Bundesland eigene Förderprogramme hat, die unterschiedliche Mindeststandards vorgeben. Auch die Beantragung von Krediten und Zuschüssen ist nicht einheitlich geregelt und sollte nach vorheriger ausführlicher Beratung erfolgen.

Selbstbestimmt wohnen – aber nicht allein: Wohngemeinschaften und Mehrgenerationen-Projekte

Immer mehr ältere Menschen sehen das institutionelle Wohnen im Alter – in einem entsprechenden Seniorenheim – skeptisch. Sie würden es vorziehen, auch in höherem Alter in privaten Haushalten zu wohnen. Nicht unbedingt allein, aber selbstständig und in der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Mehrgenerationen-Projekte und Senioren-WGs sind auf dem Vormarsch. Hier finden junggebliebene und rüstige ältere Menschen das ideale Umfeld für ein gesellschaftlich aktives Leben in einer Gemeinschaft und können gleichzeitig ihre Unabhängigkeit wahren. Oft ist auch der Wunsch der Senioren, ihr Eigenheim zugunsten einer pflegeleichteren Wohnung aufzugeben, der Auslöser für ein Mehrgenerationenprojekt.

Auch dieser Trend lässt die Wohnungswirtschaft aufhorchen. Wie lassen sich Immobilien so einrichten, dass sie sich für alternative Wohnprojekte eignen? Welche Bereiche zur gemeinschaftlichen Nutzung müssen vorhanden sein und wie sollten sie aussehen? Worauf ist auch hinsichtlich der technischen Anbindung solcher Wohnungen zu achten. Welche Anforderungen müssen hinsichtlich der Versorgung mit TV- und Internet-Technologie erfüllt werden? Welche Bandbreiten müssen vorhanden sein, damit alle Bewohner das Internet gleichzeitig und datenintensiv nutzen können?

Senioren in der digitalen Welt
Senioren in der digitalen Welt

Laut Bitcom ist jeder Zweite ab 65 Jahren online, 62 % der über 65-Jährigen gibt an, sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen zu können (Stand Juli 2020).1 Tendenz steigend. Und nicht zufällig bezeichnet der Begriff „Silver Surfer“ längst eine eigene, stetig wachsende Zielgruppe. Die Anforderungen an die Belastbarkeit der Hausverteilanlage werden also weiterwachsen. Durch mehr Homeoffice, aber eben auch durch die steigende Zahl der digital aktiven Älteren, die ihre Kontakte online pflegen, sich durch das Internet weiterbilden, und sogar die Möglichkeit virtueller Arztbesuche wahrnehmen.

Für Bauherren bzw. Vermieter von Immobilien für Mehrgenerationen-Projekte oder Wohngemeinschaften bedeutet dies: Je mehr Einzelpersonen in einem Haushalt zuverlässigen Internetzugang benötigen, desto wichtiger ist eine starke digitale Infrastruktur. Und die spielt auch dann eine Rolle, wenn das Stichwort „Smart Home“ im Raum steht.

Smart Home – nicht nur bei technikaffinen jungen Menschen gefragt

Ältere Menschen haben die Scheu vor der digitalen Technik längst abgelegt. Auch sie nutzen immer mehr die technischen und technologischen Neuerungen – vor allem dann, wenn sie im Alltag Erleichterungen bringen und die eigene Unabhängigkeit bewahren. Beste Beispiele: Automatisiertes Herauf- und Herunterfahren von Jalousien je nach Lichteinstrahlung oder Tageszeit; automatische Heizungssteuerung; durch Bewegungssensoren gesteuerte Lampen, die Stürze im Dunkeln vermeiden helfen; automatisches Abschalten des Herdes; und nicht zuletzt Einbruchschutz, z. B. durch die Steuerung der Türkommunikation.

Für ältere und alte Menschen sind Smart Home-Lösungen im Grunde eine Art digitale Barrierefreiheit: die digitale Technik ermöglicht es ihnen, sich in ihrem privaten Raum sicher und komfortabel zu bewegen. Und auch für Bauherren und Vermieter ist der Einbau von Smart Home-Elementen attraktiv, denn auch hier gibt es Fördermöglichkeiten – und letztlich werden Smart Homes auf dem Wohnungsmarkt nicht nur für technikaffine Jüngere, sondern zunehmend für die eigenständigen Älteren immer attraktiv bleiben.

Trends erkennen, Lösungen finden

Die Wohnungswirtschaft beobachtet die Trends im Wohnverhalten der älteren und alten Menschen sehr genau – wissend, dass hier ein zukunftsträchtiges Segment immer mehr wächst und Rentabilität verspricht. Die Devise lautet: Barrierefreies Wohnen ermöglichen, alternative Wohnprojekte fördern – und all dies mit digitaler Technik kombinieren, die das Leben sicherer und einfacher macht. Sowohl in Bestandsbauten als auch in Neubauten.

Eine Perspektive, die auch für Sie als Vermieter interessant ist – und mit Vodafone als Vorreiter im digitalen Denken gut realisierbar.

1 https://www.bitkom.org/sites/default/files/2020-08/bitkom-prasentation-senioren-in-der-digitalen-welt-18-08-2020.pdf