Sie surfen gerade mit einem älteren Browser. Wir unterstützen den Internet Explorer 11 seit dem 01. Mai 2021 nicht mehr. Aktualisieren Sie bitte Ihren Browser oder laden Sie einen neuen Browser herunter.

Schon beim Einzug ist für die Internet-Anbindung gesorgt

Temporäres Wohnen

Temporäres Wohnen gilt in der Immobilienwirtschaft als eines der wichtigsten Zukunftsmodelle. Dass auch in diesem Jahr ein Jahreskongress „Temporäres Wohnen“ ausgerichtet wird, spricht jedenfalls Bände. Entsprechend boomt der Bau kleiner Wohnungen, die vor allem für Investoren im Segment der temporären Vermietung interessant sind. Doch wie sieht der Trend des temporären Wohnens aus? Für welche Vermieter und Mieter ist temporäres Wohnen überhaupt interessant? Und wo liegen die Vor- und Nachteile?

Was versteht man unter „temporärem Wohnen“?

Temporäres Wohnen bedeutet: Wohnen auf einen begrenzten Zeitraum, und zwar zumeist in einem möblierten oder teilmöblierten Mietobjekt. Je nach Vereinbarung bzw. Anbieter kann das Mietverhältnis wöchentlich oder monatlich gekündigt werden.

Immobilien, die für temporäres Wohnen geeignet sind:

  • Wohnungen
  • WG-Zimmer
  • Apartments
  • Serviced Apartments mit einem Angebot von Dienstleistungen
  • Co-Living Spaces für gemeinschaftliches Leben und Arbeiten
  • Pensionen, Hotelzimmer etc.

Vom notwendigen Übel zum selbst gewählten Lifestyle

Zumindest zeitweise einmal temporär zu wohnen ist heute schon fast normal. Ursprünglich aus schlichter Notwendigkeit entstanden, hat sich Wohnen auf Zeit längst zu einem beliebten Trend mit unterschiedlichen Ausprägungen entwickelt. Heute mieten nicht mehr nur der Handwerker auf Montage oder der Fernfahrer zeitlich befristet eine Unterkunft. Mit zunehmender Digitalisierung und Mobilität ist die Zahl der auf Zeit Wohnenden gestiegen. In sehr vielen unterschiedlichen Altersgruppen, Berufs- und Lebenssituationen entscheiden sich immer mehr Menschen für temporäres Wohnen – vielleicht nicht für immer, aber doch für eine gewisse Zeit.

Dies sind

  • Studierende, Austausch-Studenten
  • Auszubildende und Praktikanten
  • Junge Menschen im freiwilligen sozialen Jahr
  • Berufstätige vieler verschiedener Branchen
  • Digitale Nomaden: im digitalen Bereich Tätige, die keinen festen Standort benötigen und Arbeit mit Reisen verbinden
  • Menschen in speziellen privaten Situationen

All inclusive – die Vorteile des temporären Wohnens für die Mieter

Kein Stress mit dem Umzug, keine Möbel kaufen, kein Warten auf den Internetanschluss. Stattdessen „plug & play“: einfach ankommen, Koffer auspacken, WLAN verbinden – fertig. Die Vorteile des temporären Wohnens für die Mieter liegen auf der Hand. Das bedeutet für die Vermieter natürlich, dass sie sich um die Möblierung und die Medienversorgung kümmern müssen. Die Ansprüche der Mieter an die Einrichtung mögen dabei nicht so hoch sein, doch beim vor allem beim Internetanschluss sind sie nicht zu Kompromissen bereit. Schnelles, zuverlässiges Internet ist extrem wichtig für die Zielgruppe und ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Kurzzeit-Vermietung.

Lohnt sich temporäres Wohnen für Sie als Vermieter?

Bei Studierenden ist temporäres Wohnen besonders häufig
Plug & Play im Studentenwohnheim

Mietverträge mit Studenten, Auszubildenden, Praktikanten etc. werden nicht notwendigerweise vertragsmäßig zeitlich begrenzt. Allerdings rechnet der Vermieter immer damit, dass das Mietverhältnis mit Beendigung von Studium, Ausbildung vom Mieter gekündigt wird. Dennoch kann temporäres Wohnen auch im Mietverhältnis zum Thema werden, z. B. durch den Wunsch nach Zwischenmiete oder Untervermietung.

Die Zwischenmiete kann für Sie als Vermieter interessant sein, wenn Sie einen häufigen Mieterwechsel oder einen Leerstand vermeiden wollen. Ein Mieter, der sein Zimmer oder seine Wohnung während einer längeren Abwesenheit einem anderen Mieter überlässt, geht Ihnen nicht verloren. Nach seiner Rückkehr übernimmt er Zimmer oder Wohnung wieder selbst und bleibt Ihnen als Mieter erhalten. Dies ist vor allem bei schwer vermietbaren Objekten eine Überlegung, die Sie anstellen sollten.

Auch durch eine Untervermietung können Sie möglicherweise erreichen, dass ein vorhandener Mieter nicht abspringt, sondern die von ihnen gemietete Wohnung durch die Kostenbeteiligung eines Untermieters halten kann.

Als Vermieter sollten Sie die Modalitäten der Zwischenmiete und der Untervermietung aber unbedingt vertraglich regeln.

Temporär vermieten auf hohem Niveau

Entscheiden Sie sich dafür, temporär zu vermieten, so können Sie die Attraktivität Ihrer Immobilie für potentielle Interessenten steigern durch eine hochwertige, geschmackvolle Einrichtung, die Einrichtung eines Arbeitsplatzes, die Ausstattung mit schnellem WLAN und Smart-TV.

Für Sie als Vermieter kann temporäres Wohnen, also zeitlich befristetes Vermieten, eine interessante Möglichkeit sein, wenn Sie über eine gut ausgestattete Immobilie in attraktiver Lage verfügen. So können Sie – bei guter Nachfrage – durch zeitlich befristete Mietverhältnisse Leerstände vermeiden und flexibel jederzeit neu vermieten. Vor allem können Sie bei der Vermietung möblierter Objekte deutlich höhere Mieten ansetzen. Hier sind dann nicht Studenten und Auszubildende die Zielgruppe, sondern gutverdienende Berufstätige, die bereit sind, für ein schönes Zuhause „auf Zeit“ entsprechend zu bezahlen.

In jedem Fall sinnvoll: lassen Sie sich zuvor rechtlich und steuerlich beraten, wenn Sie sich als Vermieter für das Modell des temporären Wohnens interessieren.